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Die Wahl des richtigen Schönheitsimplantats

Alle chirurgischen Implantate, die zur Modellierung eines oder mehrerer Körperteile verwendet werden, gelten als ästhetische Implantate (ausgenommen Zahnersatz). Ihre Zielsetzung ist ausschließlich ästhetisch und nicht dazu bestimmt, eine gestörte Funktion wieder herzustellen.

Schönheitsimplantate auf einen Blick

  • Welche verschiedenen Schönheitsimplantate gibt es?

     Hodenpreothese der Marke Coloplast

    Hodenpreothese der Marke Coloplast

    Schönheitsimplantate können in verschiedene Kategorien unterteilt werden: Gesichtsimplantate, Brustimplantate, Brust- und Bauchmuskelimplantate, Hodenimplantate und Implantate für obere und untere Körperteile.

    • Gesichtsimplantate: Diese Implantate sind dafür ausgelegt, verschiedene Partien des Gesichts wie die Stirn, den Nasenrücken, die Schläfen, die Wangenknochen, den Kiefer, die Lippen oder das Kinn zu modellieren.
    • Brustimplantate: Bei Frauen gestatten sie es, den Brustumfang zu verändern oder sein Volumen zu vergrößern.
    • Brust- und Bauchmuskelimplantate: Brustmuskelimplantate für Männer gestatten es, einen straffen, wohlgeformten Oberkörper zu erhalten. Bauchmuskelimplantate erlauben, sowohl bei Männern als auch bei Frauen, diese Muskeln hervortreten zu lassen, indem das oberflâchliche Fett an dieser Stelle entfernt wird.
    • Hodenimplantate: Diese Implantate können beispielsweise die Symmetrie zwischen den Hoden wieder herstellen.
    • Implantate für obere und untere Gliedmaßen: Ziel dieser Implantate ist es, das Muskelvolumen der Gliedmaßen zu erhöhen. Ihre Implantation kann am großen Gesäßmuskel, an der Wade, am Bizeps oder am Trizeps geschehen.
  • Welche Auswahlkriterien für ein Brust-Implantat?

     Anatomisches Brustimplantat der Marke GC Aesthetics

    Anatomisches Brustimplantat der Marke GC Aesthetics

    Bei der Wahl des Mamma-Implantats sind mehrere Kriterien von ausschlaggebender Bedeutung. Um das gewünschte ästhetische Ergebnis zu erzielen, muss der behandelnde Arzt die Form des Implantats, die Wahl der Positionierungsstelle und des Inzisionspunktes, sein Volumen, seine äußere Textur und damit seine Haftung am Gewebe, das Füllmaterial und schließlich sein Profil berücksichtigen.

    • Form des Implantats: Es kann anatomisch oder rund sein. Die Form des anatomischen Implantats ähnelt der ursprünglichen Form der Brust. Es wird oftmals wegen seiner natürlichen Wirkung gewählt, mit einer vollen Brust an der unteren Seite und weniger gewölbt an der Oberseite. Runde Implantate der neuesten Generation mit gemäßigtem Profil können jedoch den gleichen Effekt erzielen. Das runde Implantat eignet sich besser für Patientinnen mit schlaffen Brüsten, um das fehlende Volumen im oberen Brustbereich zu korrigieren.
    • Wahl der Positionierung: Die Positionierung des Implantates richtet sich nach der Morphologie der Patientin und der Dichte des Mammagewebes. Es gibt zwei Hauptarten der Positionierung:
      • Die retro-pectorale Positionierung: Das Implantat wird unter dem großen Brustmuskel platziert. Der Hauptvorteil liegt darin, dass das Implantat weniger sichtbar und weniger tastbar ist und die Brust ihr natürliches Aussehen behält. Es besteht auch ein geringeres Risiko für die Entwicklung einer Kapselkontraktur (oder einer schrumpfenden Kapselentzündung) und die Mammographie ist einfacher durchzuführen.
        Andererseits kann das Verfahren zur Implantation länger und schmerzhafter sein und die Genesung des Patienten länger dauern. Auch die chirurgische Nachsorge ist schwieriger. Dieser Eingriff eignet sich besser für Patientinnen mit feinem Mammagewebe.
      • Präpektoral: Das Implantat wird über dem Brustmuskel und unter der Brustdrüse platziert. Hier ist der Eingriff schneller und weniger schmerzhaft und erfordert eine kürzere Erholungszeit. Durch die Position des Implantats wird die chirurgische Nachsorge vereinfacht.
        Auf der anderen Seite ist das Implantat jedoch für das bloße Auge besser sichtbar, das Risiko einer Kapselkontraktur ist größer und die Mammographie ist schwieriger durchzuführen. Diese Vorgehensweise ist kontraindiziert, wenn die Patientin ein zu feines Brustgewebe hat.
     Eine glatte Mammaprothese der Marke MENTOR®

    Eine glatte Mammaprothese der Marke MENTOR®

    • Wahl des Schnittpunktes: Der Schnittpunkt kann periareolar, transaxillär oder inframammär sein.
      • Periareolar: Der Schnitt um die Brustwarze herum ist relativ unsichtbar, kann jedoch eine geringere Sensibilität und Infektionsrisiken oder Probleme beim Stillen hervorrufen.
      • Transaxillar: Der Schnitt unter der Achselhöhle bietet dem Chirurgen die Möglichkeit, weniger invasive Instrumente zu verwenden. Das Verfahren hat keinerlei Einfluss auf die Stillfähigkeit der Patientin. Da es jedoch komplizierter ist, kann es zu einer Fehlpositionierung des Implantats oder sogar zu dessen Veränderung zum Zeitpunkt der Platzierung führen.
      • In der Brustfalte: Der Zugang zum Positionierungsbereich des Implantats wird erheblich erleichtert, aber die Narbe an der submammären Falte ist in der Regel besser sichtbar.
    • Volumen:  Ein großvolumiges Implantat garantiert nicht unbedingt sehr große Brüste nach der Operation, da das Ergebnis insbesondere von anderen Faktoren wie der Figur oder Morphologie der Patientin abhängt. Der plastische Chirurg ist der Einzige, der das beste Implantatvolumen nach den Wünschen der  Patientin bestimmen kann. Das Gewicht des Implantats ist auch abhängig von seinem Volumen.
    • Äußere Textur und Gewebeadhäsion:: Brustimplantate können eine glatte oder eine strukturierte Wand haben. Die Adhäsion am umgebenden Gewebe richtet sich nach der äußeren Textur des implantats. So wird insbesondere das Risiko vermieden, dass die Prothese sich dreht.
    • Füllmaterial:  Zwei Arten von Füllmaterial für die Mamma-Implantate werden angeboten:
      • Eine Silikonhülle, die mit Kochsalzlösung gefüllt ist: Die Kochsalzlösung ist röntgenstrahlendurchlässig, wodurch das Implantat besser mit dem Screening und der Diagnostizierung von Brustkrebs kompatibel ist.
      • Eine Silikonhülle, die mit einem Silikongel gefüllt ist: Silikongel ist viskoser und weniger flüssig als Kochsalzlösung, was es dem Implantat ermöglicht, stabil zu bleiben und seine Form besser zu erhalten.
    • Profil: Es handelt sich um das Profil zur Vorderseite des Implantats in Bezug auf die Brustwand. Es gibt verschiedene Profile (niedriges Profil, mittelgroßes Profil, Hochprofil, sehr hohes Profil).

    Kriterien für die richtige Wahl eines Mamma-Implantates:

    • Form des Implantats
    • Positionierung
    • Einschnittstelle
    • Volumen
    • Art der äußeren Textur
    • Füllmaterial
    • Profil
  • Welche Lebensdauer hat eine Mammaprothese?

    Die Lebensdauer eines Brustimplantats liegt in der Regel zwischen sieben und maximal zehn Jahren. Es ist jedoch weiterhin ratsam, jedes Jahr eine klinische und morphologische Untersuchung (je nach Fall Ultraschall und Mammographie) durchzuführen, um durch die Vorsorge eventuelle Anomalien festzustellen. Diese Untersuchung wird ab dem 45. Lebensjahr umso wichtiger.

    Es sei darauf hingewiesen, dass neue Brustimplantate, so genannte „Brustimplantate der letzten Generation“, lebenslang garantiert sind; man hat jedoch noch nicht genügend Abstand, um die tatsächliche Lebensdauer dieser Implantate einschätzen zu können.

    Unabhängig von der Lebensdauer der Prothese darf ein Chirurg keine Prothese ersetzen, die keinerlei Anzeichen einer Anomalie hat. Der Ersatz der Prothese sollte nur bei einem Problem – wie z.B. Riss, Deflation, Kapselkontraktur – oder wenn die Patientin das Volumen des Implantats ändern möchte, vorgeschlagen werden.

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