Wie wählt man den richtigen Heimtrainer aus?

Mit einem Heimtrainer können Sie die Muskeln der unteren Gliedmaßen und die Ausdauer eines Patienten trainieren, indem Sie die Funktion eines Fahrrads simulieren. Er wird hauptsächlich in Innenräumen verwendet, so dass er von Wetter- oder Verkehrsbedingungen unabhängig ist.

Sehen Sie sich die Beschreibung unserer Heimtrainer an!

  • Für welche Anwendungen eignet sich ein Heimtrainer?

    Ein Hometrainer kann für grundlegende Fitness-Übungen, sportliche Vorbereitungen für Spitzen-Radsportler, zur Rehabilitation der unteren Gliedmaßen oder für einen kardiopulmonalen Belastungstest eingesetzt werden.

    • Für Fitness-Übungen ist der Heimtrainer die perfekte Ausrüstung, die jedoch mit großer Regelmäßgkeit genutzt werden muss. Er kann zu Hause genutzt werden, um die körperliche Fitness wiederzuerlangen, die sportliche Leistung zu verbessern und Muskeln aufzubauen, ohne die Gelenke zu schädigen. Zusammen mit einer angepassten Ernährungsweise kann er auch dazu beitragen, Fett zu verbrennen und schlanker zu werden. Für diese Art von Übungen sollte man eher einen Heimtrainer mit aufrechter Rückenposition wählen.
    • Für die sportliche Vorbereitung: Verwendet man den Heimtrainer zur sportlichen Vrbereitung oder zum Aufwärmen für Spitzenradsportler, so wird die Tretkraft zu einem wesentlichen Faktor. Der Rücken des Benutzers muss dann stark nach vorne geneigt sein, um eine maximale Tretkraft freizusetzen.
    • Zur Rehabilitation der unteren Extremitäten: bei einem Heimtrainer zur Rehabilitation der unteren Extremitäten nach einer Verletzung oder Operation muss der Schwerpunkt eher auf dem Sitzkomfort als auf der Tretkraft liegen. Daher wird zu einer geraden Rückenhaltung geraten. Auch die halb liegende Position ist geeignet, insbesondere um die Arbeit der Lendenwirbel zu erleichtern und Rückenschmerzen zu verringern.
    • Für einen kardiopulmonalen Belastungstest: in diesem Fall wird der Heimtrainer dazu genutzt, die maximale Leistung der Herz- und Atemfuntion eines Patienten zu testen. Der Test wird unter Aufsicht eines Pneumologen oder Kardiologen durchgeführt. Er wird auf einem ergometrischen Heimtrainer (oder einem Laufband) mit einer Aufwärmzeit und einer anschließenden progressiven Leistungssteigerung ausgeführt, um die maximale Leistung des Patienten zu erreichen.
    Heimtrainer für Belastungstest der Marke Cardioline

    Heimtrainer für Belastungstest von Cardioline

  • Welches Zubehör und welche Ausstattung sollte man für einen Heimtrainer wählen?

    Bei der Auswahl Ihres Heimtrainers sollten Sie je nach gewünschtem Verwendungszweck verschiedene Merkmale berücksichtigen, wie z.B. die Einstellung von Sitz und Lenker, die Art des Widerstandssystems, die Art der Konsole und der gemessenen Parameter sowie die verschiedenen Trainingsprogramme.

    • Sitz und Lenker: Die Einstellung von Sattel und Lenker sind wichtig, da sie einen besseren Benutzerkomfort ermöglicht. Wir raten daher dazu, höhenverstellbare Sättel und Lenker zu wählen.
    • Widerstandssysteme: Man unterscheidet zwischen dem klassischen magnetischen Widerstandssystem (manuell oder motorisiert) und dem elektromagnetischen Widerstandssystem, das eher für Spitzenradfahrer geeignet ist (siehe nächste Frage).
    • Konsole und gemessene Parameter: Die Konsole ist wie ein Armaturenbrett auf dem Fahrrad, das dem Benutzer in Echtzeit Informationen über seine Leistung liefert. Wenn der Heimtrainer Trainingsprogramme anbietet, können diese über die Konsole ausgewählt werden (siehe Frage 4).
    • Trainingsprogramme: Die verfügbaren Programe bieten verschiedene Schwierigkeitsgrade. Einige Sportkurse bieten automatische Variationen des Schwierigkeitsgrades, die je nach angestrebtem Ziel angepasst werden (siehe Frage 5).
  • Welches Widerstandssystem für welchen Nutzer?

    Es gibt drei Arten von Widerstandssystemen, unter denen man je nach der gewünschten Nutzung des Heimtrainers wählt: das manuelle Widerstandssystem, das motorisierte magnetische und das elektromagnetische System.

    • Manuelles magnetisches Widerstandssystem: dieses System verlangsamt das Schwungrad mit mehreren Magneten, die sich annähern, wenn der Widerstand erhöht wird. So kann der Schwierigkeitsgrad des Trainings für den Benutzer erhöht werden. Man erreicht dies, indem man ein Handrad an der Vorderseite des Gerätes dreht. Diese Art des Widerstandes eignet sich perfekt für den Anfänger oder gelegentlichen Benutzer des Heimtrainers.
      • Vorteile: kostengünstig, einfach in der Anwendung.
      • Nachteile: es stehen nur wenige Geschwindigkeiten zur Verfügung, kein Trainingsprogramm, die Nutzung ist auf eine wöchentliche Stundenzahl begrenzt, der Trainer ist weniger robust und das Treten weniger gleichmäßig.
    • Motorisiertes Magnetsystem: dieses System ist identisch mit dem vorhergehenden, mit dem Unterschied, dass die Erhöhung des Widerstandes nicht von Hand sondern mittels der Konsole geschieht. Diese Art von System ist an eine etwas regelmäßigere Nutzung des Heimtrainers angepasst.
      • Vorteile: Größere Anzahl von Widerständen, einfache Bedienung mit Widerstandseinstellung direkt von der Konsole aus, Trainingsprogramme mit Wifi- oder Bluetooth-Verbindung verfügbar, robusteres Gerät, das acht-Stunden pro Woche genutzt werden kann.
      • Nachteil: höherer Preis als ein Trainer mit manuellem magnetischen Widerstandssystem.
    • Elektromagnetisches Widerstandssystem (oder ergometrischer Trainer): Hier wird der Widerstand über die Konsole durch einen Elektromagneten erzeugt, der das Bremsen präziser und leiser macht. Man findet dieses System bei Trainern, die für einen intensiven Gebrauch vorgesehen sind, insbesondere für Hochleistungs-Radfahrer.
      • Vorteile: große Anzahl verfügbarer Widerstände, zahlreiche Trainingsprogramme, große Flüssigkeit und Benutzerkomfort, robustes und langlebiges Fahrrad, das einen Einsatz bis zu 12 Stunden pro Woche ermöglicht.
      • Nachteil: hoher Preis.
  • Welchen Konsolentyp sollte man wählen?

    Die Konsole bietet die Möglichkeit, die Leistung des Benutzers in Echtzeit anzuzeigen. Sie zeigt wesentliche Informationen wie Laufgeschwindigkeit, zurückgelegte Entfernung, durchschnittlich verbrannte Kalorien und  Dauer der Anwendung an. Dies sind Parameter, die einen nicht zu unterschätzenden Motivationsfaktor für den Benutzer darstellen.

    Diese Daten werden in mehr oder weniger interaktiver Weise angezeigt, und die Wahl der Konsole richtet sich dementsprechend nach Ihren Komfortansprüchen.

    Es muss bemerkt werden, dass manche Trainer auch die Herzfrequenz anzeigen und mit einem Herzgurt ausgestattet sind.

    Ein Heimtrainer der Marke Cybex

    Heimtrainer von Cybex

  • Welche Trainingsprogramme sollte man wählen?

    Einige Heimtrainer bieten dem Benutzer die Möglichkeit, sein Training zu organisieren, indem sie verschiedene Programme anbieten. Die Wahl des Programms richtet sich danach, was Sie besonders trainieren wollen: Koordination und Geschwindigkeit, Muskeltraining und Leistung oder anaerobische Kapazität und Erhöhung der anaeroben Schwelle.. Diese Programme bieten oft Intervallarbeit an, was ein guter Weg ist, um Fortschritte zu erzielen.

    • Koordination und Schnelligkeit: Ziel des Programms ist hier das Wiedererlernen des effizienten Pedaltritts. Bei der Schnelligkeit handelt es sich hier um die Fähigkeit des schnellen Bewegens der Beine. Das Training der Schnelligkeit hilft dabei, die Koordination für eine bessere Leistung während des Trainings zu verbessern.
    • Muskelkverstärkung und Leistung: für die Muskelstärkung besteht das Programm darin, eine Reihe von anhaltenden Anstrengungen mit einer begrenzten Trittfrequenz zu wiederholen. Assoziiert man das Training für Schnelligkeit mit dem der Muskelstärkung, so entwickelt man seine Leistung.
    • Anhebung der anaeroben Schwelle: Ziel des Programms ist es, die Produktion von Milchsäure im Körper bei einer bestimmten Herzfrequenz zu verringern, um die anaerobe Schwelle zu erhöhen. Bei körperlicher Anstrengung, wenn der Sauerstoff begrenzt wird, wird in den Muskeln Milchsäure gebildet, um eine größere Menge an Energie bereitzustellen. Je größer die Anstrengung, umso mehr Energie erfordert sie, und umso mehr Milchsäure wird möglicherweise erzeugt. Die anaerobe Schwelle, die auch als „rote Zone“ bezeichnet wird, ist die Schwelle, ab der die Menge an produzierter Milchsäure nicht mehr durch die in den Muskeln vorhandenen neutralisierenden Substanzen ausgeschieden werden kann. Sie entwickelt sich mit dem Trainingsniveau: je höher sie liegt, umso besser wird die Leistungsfähigkeit. Es ist daher von Interesse, die Anhebung dieser Schwelle in die Trainingsprogramme aufzunehmen, insbesondere für Spitzensportler.
    Ein Heimtrainer der Marke Precor

    Heimtrainer von Precor

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