Die Wahl des richtigen medizinischen Simulators

Im medizinischen Bereich ermöglichen Simulationen eine immersive, praxisnahe Lernerfahrung in einer sicheren Umgebung, ohne die Sicherheit von Patienten zu gefährden. Medizinische Simulationen können entweder an echten Personen durchgeführt werden oder an medizinischen Geräten. In diesem Leitfaden geht es hauptsächlich um medizinische Geräte mit Simulationstechnologie, wie menschenähnliche Simulationspuppen oder anderweitige Trainingssimulatoren.

Simulatoren werden in der Ausbildung und zum Training verschiedener medizinischer Verfahren eingesetzt. Neben Ganzkörpersimulatoren gibt es auch solche, die nur einen Teil der menschlichen (bzw. im Falle von veterinärmedizinischen Simulatoren tierischen) Anatomie darstellen. In der Regel können sie dank integrierter Elektronik verschiedene Lebenszeichen und Körperfunktionen wie Bewegungen, Kreislauf, Atmung usw. simulieren. Sie werden oft in Umgebungen eingesetzt, die eine Immersion in medizinische Praktiken begünstigen.

Medizinische Simulatoren ansehen

  • Wozu werden medizinische Simulatoren eingesetzt?

    Bei der medizinischen Simulation werden reale Situationen nachgestellt, damit Studierende und Fachleute aus dem Gesundheitswesen ihre medizinischen Fähigkeiten in einer sicheren Umgebung erlernen, üben und einschätzen können. Auf diese Weise kann das Risiko von Fehlern in der medizinischen Praxis, die auf eine unzureichende Ausbildung der Fachkräfte zurückzuführen sind, verringert werden. Medizinische Simulatoren werden für verschiedene Zwecke eingesetzt, insbesondere in der Fortbildung, der Lehre, der Sensibilisierung der Öffentlichkeit und der Forschung.

    • Weiterbildung: Trainingssimulatoren, auch Ausbildungssimulatoren oder Schulungssimulatoren genannt, dienen der Aus- und Weiterbildung von Ärzten, Krankenschwestern und -pflegern, Chirurgen und sonstigem medizinischen Personal.
    • Lehre: Medizinische Simulatoren werden häufig in der Erstausbildung von Medizinstudenten eingesetzt. In der chirurgischen Ausbildung z. B. ergänzen sie das traditionelle, meist auf Beobachtung basierende Lernen und ermöglichen es, technische Verfahren in einer sicheren Umgebung zu üben. Mithilfe von Nahtsimulatoren, Injektionssimulatoren für intravenöse Injektionen etc. lässt sich die richtige Verwendung von Instrumenten und technischen Geräten, die in Operationssälen zum Einsatz kommen, üben.
    • Sensibilisierung der Bevölkerung: Medizinische Simulatoren werden u. a. in Erste-Hilfe-Kursen und ähnlichen Schulungen für die breite Öffentlichkeit eingesetzt.
    • Technische und medizinische Forschung

    Hauptanwendungsbereiche:

    • Aus- und Weiterbildung
    • Training
    • Sensibilisierung und Aufklärung der Bevölkerung
    • Technische und medizinische Forschung
  • Wo werden medizinische Simulatoren eingesetzt?

    Medizinische Simulatoren können auch in Simulationszentren eingesetzt werden. Je nach dem Zweck, für den sie vorgesehen sind, kommen sie in verschiedenen Einrichtungen zum Einsatz:

    • Krankenhäuser
    • Medizinische Fakultäten und Universitätskliniken
    • Weiterbildungsinstitute für Gesundheitsfachkräfte
    • Forschungszentren
  • In welchen Facharztrichtungen werden medizinische Simulatoren eingesetzt?

    Simulatoren kommen in vielen Medizinbereichen zum Einsatz, vor allem in der Chirurgie, der Notfallmedizin, der Gynäkologie, der Geburtshilfe und der Intensivpflege.

    • Chirurgie: Es gibt unterschiedliche Arten von Chirurgiesimulatoren, auch Operationssimulatoren genannt, die für verschiedene chirurgische Fachgebiete wie die orthopädische Chirurgie oder die Herz-Kreislauf-Chirurgie konzipiert sind.
    • Notfallmedizin: Notfallsimulatoren werden für Szenarien eingesetzt, in denen eine schnelle Behandlung der Patienten erforderlich ist, z. B. für kardiopulmonale Reanimationen oder beim Management der Atemwege.
    • Gynäkologie und Geburtshilfe: Gynäkologische Simulatoren sind ein wertvolles Hilfsmittel. Ebenfalls erhältlich sind Trainingspuppen für die Geburtshilfe, die mittels Kompressor im Bauchbereich eine Geburt simulieren können.
    • Intensivpflege: Mit Simulatoren für die Intensivpflege können schwierige Verfahren wie die Intubation eines Patienten, künstliche Beatmungen, Anästhesien, Herz-Lungen-Wiederbelebungen u. a. geübt werden.

    Simulator für Herzchirurgie der Marke The Chamberlain Group

    Patientensimulator für gynäkologische Behandlungen der Marke Nasco

  • Welche Arten von Simulationen gibt es?

    Es gibt drei Hauptarten von Simulationen: Simulationen mit Menschen, Simulationen mit Puppen und digitale Simulationen. Dazu kommen hybride Simulationen, Massensimulationen und sogenannte „Serious Games“.

    Simulation mit Menschen

    Bei dieser Art von Simulation werden Schauspieler, medizinische Fachkräfte oder echte Patienten eingesetzt, die ein vorab eingeübtes Krankheits- oder Verletzungsbild nachspielen und sich in einer Arzt-Patient-Begegnung behandeln lassen. Sie werden als standardisierte Patienten oder Simulationspatienten bezeichnet. Bisweilen werden Schauspieler eingesetzt, um Studenten und medizinisches Personal darin zu schulen, Angehörigen eine schwierige Diagnose oder den Tod eines Patienten mit Einfühlungsvermögen und Mitgefühl zu vermitteln.

    Simulation mit Trainingspuppen

    Sie lässt sich in zwei Haupttypen von Simulationen unterteilen:

    Patientensimulator für die Krankenpflege der Marke CAE

    • Realitätsnahe Simulation (auch High-Fidelity-Simulation oder Full-Scale-Simulation genannt): Hierbei werden realistische, menschenähnliche Puppen eingesetzt, die Patienten in Lebensgröße darstellen (Erwachsene, Kinder oder Säuglinge). Diese Patientensimulatoren sind computergesteuert und simulieren Vitalfunktionen (Blutdruck, Puls etc.), Sprache und bei den fortschrittlichsten Geräten auch Reaktionen auf Reize und Behandlungen. Einige können sogar bluten, blinzeln, weinen und schwitzen.
    • Prozesssimulation: Sie ist weniger realistisch als die High-Fidelity-Simulation und erfolgt in der Regel mit Nachbildungen eines bestimmten Körperteils. Sie wird zum Erlernen spezifischer technischer Verfahren verwendet, etwa in der Chirurgie, der Krankenpflege oder der Bildgebung. Man spricht daher auch von Low-Fidelity-Simulationen. In diese Kategorie fallen z. B. Torso-Simulatoren, Becken-Simulatoren, Arm-Simulatoren u.a.

    Virtuelle Simulation

    Virtueller medizinischer Simulator

    Virtueller medizinischer Simulator

    Virtual-Reality-Simulatoren werden eingesetzt, um beispielsweise Sondenimplantationen, die Handhabung von Instrumenten, EKG-Analysen usw. zu trainieren. Zudem gibt es softwarebasierte Simulationsprogramme zur Simulation des Alterns, Krisenmanagement-Szenarien in Simulationsräumen oder sogenannte „Serious Games“. „Serious Games“ sind eine Form der virtuellen Simulation, ähnlich einem Videospiel, bei dem der Lernende in eine virtuelle, immersive Umgebung eintaucht und so bestimmte Kenntnisse und Fähigkeiten erwerben kann.

    Daneben gibt es noch zwei weitere Arten von Simulationen:

    • Hybride Simulation: Diese Art Simulation ist eine Erweiterung der computergestützten Simulation, für die ein simulierter Patient zusammen mit einem künstlichen Körperteil in Form einer Puppe, z. B. einem Becken zur Simulation einer Geburt oder einem Arm für intravenöse Infusionen, verwendet wird. Auf diese Weise werden realistische Szenarien geschaffen, in denen das Einüben technischer Verfahren mit der Interaktion mit realen Personen kombiniert werden kann.
    • Massensimulation: Bei dieser Art Simulation kommen simulierte Patienten, hybride Simulationen sowie High-Fidelity-Simulationen gleichzeitig zum Einsatz. Sie findet besonders in der Katastrophenmedizin Anwendung und hat zum Ziel, Gesundheitsfachkräfte auf den Umgang mit Krisen- und Katastrophensituationen vorzubereiten.

    Simulationsarten:

    • Simulation mit Menschen
    • Simulation mit Trainingspuppen
    • Digitale Simulation
    • Hybride Simulation
    • Simulation von Situationen mit mehreren Opfern
  • Welche Vorteile bieten medizinische Simulationen?

    Medizinische Simulationen bieten mehrere Vorteile, darunter eine Verbesserung der Patientensicherheit und eine Stärkung des Vertrauens von Gesundheitsfachkräften.

    • Verbesserung der Patientensicherheit: Durch medizinische Simulationen können Behandlungsfehler, Fehldiagnosen sowie medizinische Verletzungen und schlechte medizinische Praktiken seitens des Gesundheitspersonals, die Patienten schaden bzw. verletzen können, reduziert oder sogar vermieden werden. Auf diese Weise wird nicht nur das Wohlbefinden der Patienten gewährleistet, sondern es können auch zusätzliche Kosten im Zusammenhang mit Behandlungsfehlern vermieden werden.
    • Vertrauensbildung bei Gesundheitsfachkräften: Medizinische Simulationen sind ein ausgezeichnetes Mittel, um das Vertrauen von Gesundheitsfachkräften in ihre Fähigkeiten und Kenntnisse zu stärken. Sie bieten Lernenden eine sichere und beruhigende Lernumgebung, in der unbesorgt Fehler gemacht werden können, ohne Patienten verletzen zu können.
    • Bessere Einschätzung der Schwierigkeit von medizinischen Verfahren
    • Durchführung medizinischer Verfahren in einer kontrollierten Umgebung, die eine Bewertung ermöglicht.
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